8 Filme für einen verregneten Sonntag
Von Totoro bis Der Herr der Ringe: acht Filme für einen Regentag, von gemütlich bis fesselnd, aus fünf Jahrzehnten und von Japan bis Schweden. Spoilerfrei.

Regen am Sonntag hat einen Vorteil: Niemand erwartet, dass du rausgehst. Diese acht Filme passen zu so einem Tag. Die ersten sind leicht und warm, die letzten brauchen mehr Zeit und Aufmerksamkeit und geben dir dafür mehr zurück. Du kannst einen herauspicken oder dir einen ganzen Nachmittag daraus bauen.
Mein Nachbar Totoro
1988, 86 Minuten. Zwei Schwestern ziehen mit ihrem Vater in ein altes Haus auf dem Land und begegnen im Wald dahinter Totoro, einem großen, pelzigen Waldgeist. Hayao Miyazaki erzählt ohne Bösewicht und ohne Eile. Eine der bekanntesten Szenen spielt an einer Bushaltestelle im strömenden Regen, passender geht es heute kaum. Wie du bei Ghibli weitermachst, steht in .
Paddington 2
2017, 103 Minuten. Paddington will seiner Tante Lucy zum 100. Geburtstag ein besonderes Aufklappbuch schenken und gerät dabei an einen eitlen Schauspieler mit vielen Verkleidungen, gespielt von Hugh Grant. Regisseur Paul King füllt jedes Bild mit kleinen Ideen. Ein Film für Kinder und Erwachsene, warmherzig, ohne kitschig zu werden.
Du sollst mein Glücksstern sein
1952, 103 Minuten. Hollywood Ende der 1920er Jahre: Der Tonfilm kommt, und ein Stummfilmpaar muss plötzlich sprechen und singen, was nicht bei beiden gleich gut klappt. Gene Kelly, Debbie Reynolds und Donald O'Connor singen und tanzen sich durch die Umstellung. Die Szene, in der Gene Kelly durch den strömenden Regen tanzt, kennen viele, ohne den Film je gesehen zu haben. Im Original heißt er Singin' in the Rain.
Und täglich grüßt das Murmeltier
1993, 101 Minuten. Ein mürrischer Wettermann aus Pittsburgh soll über den Murmeltiertag in einer Kleinstadt berichten und wacht am nächsten Morgen wieder am selben Tag auf. Und am nächsten. Bill Murray spielt ihn, Harold Ramis führte Regie. Eine Komödie, die nebenbei viel über Geduld erzählt und darüber, was man aus einem einzigen Tag machen kann.
Die fabelhafte Welt der Amélie
2001, 122 Minuten. Eine schüchterne Kellnerin in Montmartre beschließt, heimlich das Leben der Menschen um sie herum ein wenig besser zu machen. Jean-Pierre Jeunet taucht Paris in warmes Grün und Rot, Audrey Tautou spielt Amélie, die Musik stammt von Yann Tiersen. Verspielt und verträumt, für alle, die Freude an kleinen Details haben.
Good Bye, Lenin!
2003, 121 Minuten. Ost-Berlin 1989: Eine überzeugte Sozialistin fällt kurz vor dem Mauerfall ins Koma. Als sie Monate später aufwacht, darf sie sich nicht aufregen, also lässt ihr Sohn in ihrer Wohnung die DDR weiterleben, die es draußen nicht mehr gibt. Daniel Brühl spielt den Sohn, Wolfgang Becker führte Regie. Komisch und traurig zugleich.
Ein Mann namens Ove
2015, 117 Minuten. Ove ist Witwer, lebt in einer schwedischen Reihenhaussiedlung und kontrolliert jeden Morgen, ob sich alle an die Regeln halten. Dann ziehen nebenan neue Nachbarn ein, die sich davon wenig beeindrucken lassen. Der Film beruht auf dem Roman von Fredrik Backman, Rolf Lassgård spielt die Titelrolle. Es gibt auch eine amerikanische Neuverfilmung mit Tom Hanks, Ein Mann namens Otto.
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