Studio-Ghibli-Filme: Wo du am besten anfängst
Von Totoro bis Chihiro: welcher Ghibli-Film sich als Einstieg eignet, welche für Kinder passen und bei welchem du Taschentücher brauchst. Spoilerfrei.

Studio Ghibli ist ein japanisches Animationsstudio, 1985 unter anderem von den Regisseuren Hayao Miyazaki und Isao Takahata gegründet. Seine Filme sind überwiegend von Hand gezeichnet, nehmen sich Zeit für kleine Momente und erzählen oft von Kindern, die sich allein in einer fremden Welt zurechtfinden müssen. Viele davon sind für Kinder gemacht, einige ausdrücklich nicht. Hier ist ein Weg durch die bekanntesten Ghibli-Filme, mit deutschen Titeln, Altersfreigaben und ohne Spoiler.
Der leichte Einstieg
Chihiros Reise ins Zauberland
2001, 125 Minuten, FSK 0. Die zehnjährige Chihiro gerät mit ihren Eltern in einen verlassenen Freizeitpark, der sich als Welt der Geister entpuppt, und muss dort in einem Badehaus arbeiten, um ihre Eltern zu retten. Regie führte Hayao Miyazaki. Der Film gewann 2002 den Goldenen Bären der Berlinale und danach den Oscar als bester Animationsfilm. Trotz FSK 0 hat er unheimliche Szenen, Kinderfilm-Empfehlungen nennen eher ein Alter ab etwa zehn Jahren.
Mein Nachbar Totoro
1988, 86 Minuten, FSK 0. Zwei Schwestern ziehen mit ihrem Vater aufs Land und entdecken im Wald hinter dem Haus Totoro, ein großes, flauschiges Waldwesen. Es gibt keinen Bösewicht, nur Sommer, Regen und Neugier. Der ruhigste Einstieg, auch mit jüngeren Kindern, und Totoro ist bis heute das Logo des Studios.
Für den Familienabend
Kikis kleiner Lieferservice
1989, 103 Minuten, FSK 0. Die junge Hexe Kiki zieht mit 13 Jahren allein in eine Stadt am Meer, wie es bei Hexen Brauch ist, und gründet dort mit ihrem Besen einen Lieferdienst. Ein Film über das Selbstständigwerden, mit einer schwarzen Katze namens Jiji, die viel zu sagen hat. Nach einem Kinderbuch von Eiko Kadono.
Ponyo: Das große Abenteuer am Meer
2008, 101 Minuten, FSK 0. Ein kleines Fischmädchen namens Ponyo freundet sich mit dem fünfjährigen Sosuke an und will unbedingt ein Mensch werden. Bunt, verspielt und ganz auf jüngere Kinder zugeschnitten. Neben Totoro der zugänglichste Ghibli-Film für die Kleinen.
Das wandelnde Schloss
2004, 119 Minuten, FSK 6. Die junge Hutmacherin Sophie wird von einer Hexe in eine alte Frau verwandelt und findet Unterschlupf in einem laufenden Schloss, das dem Zauberer Howl gehört. Eine Liebesgeschichte mit einem Krieg im Hintergrund, nach einem Roman von Diana Wynne Jones. Für Kinder eher ab etwa zehn, für Erwachsene ein guter Einstieg, wenn ihnen Totoro zu kindlich ist.
Für Ältere
Prinzessin Mononoke
1997, 134 Minuten, FSK 12. Ein junger Prinz wird verflucht und reist nach Westen, um ein Heilmittel zu finden. Dabei gerät er in einen Krieg zwischen den Menschen einer Eisenhütte und den Göttern des Waldes. Der Film kennt keine einfachen Guten und Bösen, dafür blutige Kämpfe. Nichts für kleine Kinder, aber ein guter Einstieg für Erwachsene, die Abenteuerfilme mögen.
Couchmood schlägt dir Filme und Serien nach deinem Geschmack vor und zeigt, wo sie gerade laufen. Ohne Konto, in einer Minute eingerichtet.
