Christopher Nolans Filme: Wo du am besten anfängst
Von Memento bis Die Odyssee: welcher Nolan-Film sich als Einstieg eignet, welche mehr Geduld brauchen und in welcher Reihenfolge du die Batman-Filme schaust. Spoilerfrei.

Christopher Nolan gehört zu den wenigen Regisseuren, deren Name allein Menschen ins Kino bringt. Seine Filme sind groß, oft lang, gerne verschachtelt, und sie werden fast immer mit echten Kulissen und wenig Computertricks gedreht. Wer neu einsteigt, steht vor einer Frage: womit anfangen? Hier ist ein Weg durch sein Werk, ohne Rangliste und ohne Spoiler.
Der leichte Einstieg
The Dark Knight
2008, 152 Minuten. Batman gegen den Joker, gespielt von Heath Ledger, der für die Rolle nach seinem Tod den Oscar bekam. Ein Superheldenfilm, der sich eher wie ein Großstadt-Thriller anfühlt. Du musst Batman Begins vorher nicht gesehen haben, es hilft aber ein wenig.
Inception
2010, 148 Minuten. Diebe, die in Träume eindringen. Der Film erklärt seine Regeln sorgfältig und belohnt dich dann mit einem Finale auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Wenn du nur einen Nolan-Film schauen willst, ist dieser eine gute Wahl.
Für einen langen Abend
Interstellar
2014, 169 Minuten. Die Erde stirbt langsam, und ein ehemaliger Pilot, gespielt von Matthew McConaughey, soll durch ein Wurmloch eine neue Heimat suchen. Der Physiker Kip Thorne hat an der Wissenschaft im Film mitgearbeitet. Im Kern ist Interstellar aber ein Film über einen Vater und seine Tochter, und darum auch für Menschen, die mit Science-Fiction wenig anfangen können.
Oppenheimer
2023, 181 Minuten. Das Leben des Physikers J. Robert Oppenheimer, der die Entwicklung der Atombombe leitete. Cillian Murphy spielt ihn, der Film gewann sieben Oscars, darunter für den besten Film und die Regie. Viel Dialog, wenig Action, aber durchgehend spannend.
Für Rätselfreunde
Prestige: Die Meister der Magie
2006, 130 Minuten. Zwei Zauberer und ihre Rivalität. Vielleicht der Nolan-Film, der am meisten Spaß macht, wenn man ihn ein zweites Mal sieht.
Memento
2000, 113 Minuten. Der Film, der Nolan bekannt gemacht hat: rückwärts erzählt, mit einem Helden ohne Kurzzeitgedächtnis. Klein im Budget, groß in der Idee.
Tenet
2020, 150 Minuten. Ein Agent, Gegenstände, die sich rückwärts durch die Zeit bewegen, und Actionszenen in zwei Richtungen gleichzeitig. Der schwierigste Film auf dieser Liste, selbst Fans brauchen oft zwei Anläufe. Nicht als Einstieg geeignet.
Geschichte ohne viele Worte
Dunkirk
2017, 107 Minuten. Die Evakuierung britischer Soldaten aus Dünkirchen 1940, erzählt auf drei Zeitebenen: eine Woche am Strand, ein Tag auf dem Meer, eine Stunde in der Luft. Kaum Dialog, fast durchgehend Anspannung. Ideal auf einem großen Bildschirm mit gutem Ton.
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