David Finchers Filme: Wo du am besten anfängst
Von Sieben bis Der Killer: welcher Fincher-Film sich als Einstieg eignet, welche starke Nerven brauchen und wo Mindhunter dazupasst. Spoilerfrei.

David Fincher hat mit Musikvideos angefangen und gilt in Hollywood als Perfektionist, der Szenen oft Dutzende Male drehen lässt. Seine Filme sind kühl, präzise und meistens düster: Mörder, Lügen und Menschen, die sich in eine Sache verbeißen. Bei vielen gilt, dass du vorher so wenig wie möglich wissen solltest. Wir verraten deshalb nur, wie die Filme anfangen. Hier ist ein Weg durch sein Werk, ohne Rangliste und ohne Spoiler.
Der leichte Einstieg
The Social Network
2010, 120 Minuten. Die Gründung von Facebook, erzählt im Rückblick aus zwei Klagen gegen Mark Zuckerberg. Jesse Eisenberg spielt ihn, Andrew Garfield seinen Mitgründer Eduardo Saverin. Aaron Sorkin bekam für das Drehbuch den Oscar, Trent Reznor und Atticus Ross für die Musik. Schnelle Dialoge, keine Gewalt, und darum der zugänglichste Fincher-Film.
Gone Girl: Das perfekte Opfer
2014, 149 Minuten. An ihrem fünften Hochzeitstag verschwindet Amy Dunne, und ihr Mann Nick gerät schnell selbst unter Verdacht, bei der Polizei und in den Medien. Ben Affleck und Rosamund Pike spielen das Paar, Gillian Flynn hat das Drehbuch nach ihrem eigenen Roman geschrieben. Ein Thriller über eine Ehe und darüber, wie schnell Fernsehen Menschen vorverurteilt. Lies vorher möglichst wenig darüber.
Für einen langen Abend
Zodiac: Die Spur des Killers
2007, 157 Minuten. Ende der 1960er Jahre schickt ein Mörder in der Gegend von San Francisco verschlüsselte Briefe an Zeitungen. Ein Karikaturist (Jake Gyllenhaal), ein Polizist (Mark Ruffalo) und ein Reporter (Robert Downey Jr.) verbeißen sich über Jahre in den Fall. Der Film beruht auf wahren Ereignissen und auf den Büchern von Robert Graysmith, dem Karikaturisten, den Gyllenhaal spielt. Weniger ein Thriller als ein Film über Besessenheit: ruhig, genau und lang.
Verblendung
2011, 158 Minuten. Ein Journalist, gespielt von Daniel Craig, soll für eine reiche schwedische Familie herausfinden, was vor Jahrzehnten mit einer jungen Verwandten passiert ist. Unterstützung bekommt er von der Hackerin Lisbeth Salander, gespielt von Rooney Mara, die dafür für den Oscar nominiert wurde. Der Roman von Stieg Larsson wurde 2009 schon in Schweden , auf Deutsch ebenfalls unter dem Titel Verblendung. Achtung: Der Film enthält drastische Szenen sexueller Gewalt.
Für starke Nerven
Sieben
1995, 127 Minuten. Ein Polizist kurz vor der Pensionierung (Morgan Freeman) und sein junger neuer Kollege (Brad Pitt) jagen einen Mörder, der seine Opfer nach den sieben Todsünden auswählt. Es regnet fast immer, alles ist dunkel und schmutzig. Der Film zeigt wenig direkt, aber was du siehst und ahnst, ist schwer zu ertragen. Im Original heißt er Se7en.
Fight Club
1999, 139 Minuten. Ein Angestellter, der nicht mehr schlafen kann (Edward Norton), lernt den Seifenverkäufer Tyler Durden (Brad Pitt) kennen. Zusammen gründen sie einen Club, in dem Männer im Keller gegeneinander kämpfen. Nach dem Roman von Chuck Palahniuk, an der Kinokasse zunächst eine Enttäuschung, später ein Kultfilm. Brutal, bissig und am besten, wenn dir vorher niemand etwas darüber erzählt hat.
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